Bärlauch

März ist Erntemonat

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Im März beginnt die Gartensaison. Wir erfreuen uns an Frühblühern wie Krokussen, Tulpen, Narzissen/Osterglocken, Hyazinthen usw.

Jedoch wird auch unser Speiseplan bereits ab März mit Vitaminen bereichert: Bereits jetzt gibt es einiges zu ernten!

Der Bärlauch beispielsweise (siehe Titelbild) kann im März und April geerntet werden. Man kann ihn selbst sammeln oder im Garten anbauen (Aussaat im Herbst, da Frostkeimer). Wenn man Bärlauch selbst im Wald sammelt, sollte man sich auskennen, um ihn nicht mit Giftpflanzen wie Maiglöckchen oder Herbstzeitloser zu verwechseln. Charakteristisch für Bärlauch ist der typische Knoblauchgeruch der Blätter, wenn man sie zerreibt. Ab Mai blüht der Bärlauch weiß und zieht seine Blätter dann zur Nährstoffspeicherung in die Zwiebel zurück.

Bärlauchwiese in Vaduz, Liechtenstein

Bärlauchwiese in Vaduz, Liechtenstein

Liebstöckel

Liebstöckel

In Vaduz haben wir in unmittelbarer Nähe von Schloss Vaduz (Sitz des Fürsten von Liechtenstein) Unmengen von Bärlauchpflanzen gesehen. Mehr Pflanzen pro Quadratmeter geht kaum noch!

Wer noch keinen Bärlauch im Garten hat, kann sich Pflanzen kaufen, diese werden sich dann weitervermehren:

Bärlauch 3 Pflanzen (Allium ursinum)

Mit dem Austrieb begonnen hat auch der Liebstöckel, von manchen Maggikraut genannt. Dieses würzige Suppen- und Soßenkraut wächst ab jetzt rasant, schon 1-2 Blätter würzen eine Gemüsesuppe oder eine Soße gut. Der Liebstöckel bildet kräftige Pflanzen und wird etwa 1 Meter hoch. Er kommt jedes Jahr wieder und mag etwas Kompost.

 

Rhabarber

Rhabarber

Auch der Rhabarber wächst schon und hält bereits die ersten Stiele zum Ernten bereit. Man kann ihn bis etwa Juni ernten, dann sollte man die Pflanzen in Ruhe lassen, damit sie Kraft für den Winter sammeln können. Auch der Rhabarber (Sorte: „Holsteiner Blut“) mag Kompost oder organischen Dünger wie Hornspäne. Er ist sehr leicht zu vermehren, da man seine Knollen teilen und umpflanzen kann, was man alle paar Jahre machen sollte, damit sich die Nährstoffe im Boden an dieser Stelle nicht erschöpfen. Vom Rhabarber isst man nur die Stiele, die Blätter sind wegen zu viel Oxalsäure nicht essbar. Bezugsquelle für die ersten Rhabarberpflanzen:

Rhabarber Holsteiner Blut, 3 Knollen

Pastinaken

Pastinaken

Wer im letzten Jahr nicht alle Pastinaken geerntet hat, kann das jetzt noch tun, denn Pastinaken sind winterhart. Im zweiten Jahr werden sie allerdings blühen, vorher kann man sie noch ernten, wenn man noch welche hat. Dieses schmackhafte Gemüse erlebt zu Recht derzeit eine Renaissance, der Geschmack liegt zwischen Kartoffel, Möhre und Sellerie, die Pastinake schmeckt gebraten und gekocht gut. Bezugsquelle für Pastinakensamen:

Pastinaken ‚Halblange weiße‘,1 Portion

Petersilie

Petersilie

Die Petersilie ist aus der Küche nicht wegzudenken. Das vitaminreiche Kraut bereichert Salzkartoffeln, Suppen (roh zugeben kurz vor Verzehr), Butterbrote, Soßen und vieles mehr. Auch Petersilie ist zweijährig und blüht im zweiten Jahr. Vorher kann man sie jedoch noch eine Weile beernten, bevor man sie für den Nachwuchs dann aussamen lässt oder neue Petersilienpflanzen setzt.

 

 

Knoblauch

Knoblauch

Vom Knoblauch kann man außer der Knolle übrigens auch die Blätter essen, die im März schon gut wachsen. Man sollte nicht zu viele Blätter abschneiden, damit der Knolle nicht zu viel Kraft genommen wird. In unserem Garten haben wir zur Zeit sehr viele Knoblauchpflanzen, die überwintert haben. Die Blätter sind vitaminreich und haben den typischen Knoblauchgeschmack. Die Blätter ähneln Zwiebellauch, sind aber innen nicht hohl, sondern glatt und am Ansatz über dem Boden rötlich gefärbt. Knoblauchzehen kann man aufgrund der schlanken Wuchsform überall in den Boden stecken. Zwischen anderen Kulturen halten sie den Boden gesund und vertreiben aufgrund des Geruchs zum Beispiel Wühlmäuse.

 

 

Schnittknoblauch

Schnittknoblauch

Eine andere Form des Knoblauchs ist der Schnittknoblauch, von dem nur die Blätter geerntet werden. Er wächst ab März schon kräftig und vermehrt sich selbständig, wenn man ihn an einigen Stellen wachsen läßt. Die Blätter haben einen kräftigen Knoblauchgeschmack und schmecken gut in Salaten, auf Butterbrot oder pur.

 

 

Schnittlauch

Schnittlauch

Nicht wegzudenken aus dem Garten ist der Schnittlauch, der besonders im Frühling z.B. Quark mit Leinöl oder gekochte Eier bereichert. Er treibt im März aus und ist zuverlässig winterhart. Wir haben im Garten Schnittlauch an verschiedenen Stellen und ernten abwechselnd von verschiedenen Pflanzen (Horsten). Schnittlauch sollte man wie die meisten Kräuter roh essen, so behält er Vitamine und ätherische Öle.

 

 

Zwiebellauch

Zwiebellauch

Die Zwiebel ist zweijährig. Im zweiten Jahr blüht sie und bildet Samen. Die Zwiebel selbst kann dann nicht mehr geerntet werden, da sie dann nicht mehr fest ist. Jedoch können wir von überwinterten Zwiebeln sehr schmackhaften und vitaminreichen Zwiebellauch ernten und schon ab März verspeisen, wenn wir keine Samen ernten wollen. Die Aussaat von Zwiebeln ist aufwändig und langwierig, daher stecken wir jedes Jahr Steckzwiebeln, das ist auch preisgünstig und mit sehr wenig Aufwand verbunden.

 

Zitronenmelisse

Zitronenmelisse

Die Zitronenmelisse ist eine alte winterharte Heilpflanze. Unter den abgeschnittenen alten Trieben des Vorjahres kommen ab März schon genügend junge Blätter hervor, die wir bereits ernten können. Die Blätter der Melisse duften wunderbar nach Zitrone, wenn wir sie zwischen den Fingern verreiben. Zitronenmelissenblätter eignen sich hervorragend für Tees oder z.B. zur Würzung von Süßspeisen. Melissentee wirkt natürlich beruhigend und schmeckt nach Zitrone. Wir süßen ihn mit Stevia. Ganz unten im Bild sehen wir übrigens eine Kreuzblättrige Wolfsmilch. Diese Pflanze ist giftig, vertreibt aber im Umkreis von mehreren Metern zuverlässig Wühlmäuse. Sie wächst häufig wild und wird von Vögeln verbreitet.

Bergbohnenkraut

Bergbohnenkraut

 

Das Bergbohnenkraut steht im Gegensatz zum einjährigen Bohnenkraut das ganze Jahr zur Verfügung, so auch im Winter und auch im März. Damit lassen sich sehr schmackhaft Bohnengerichte würzen oder andere Gerichte, bei denen ein kräftiger Geschmack erwünscht ist.

 

Estragon

Estragon

Der Estragon treibt auch im März schon so stark aus, dass man seine Blätter bereits in der Küche verwenden kann. Der winterharte Estragon hat einen feinen Geschmack, der z.B. sehr gut zu Fisch- oder Eiergerichten passt. Es gibt Französischen und Russischen Estragon. Frisch schmeckt er am besten, lässt sich aber auch gut einfrieren oder trocknen und so für den Winter konservieren.

 

 

 

 

Oregano

Oregano

Auch der Oregano treibt im März schon aus. Seine Blätter und Blüten sind aus der Mittelmeerküche nicht wegzudenken, z.B. für Pizza, Tomatensoßen, Kartoffelbrei u.a. Der Oregano wird auch Wilder Majoran genannt und er breitet sich im Garten schnell aus, auch auf dem Rasen. Man kann ihn frisch oder getrocknet verwenden.

 

Goldoregano

Goldoregano

Ebenfalls schon ernten kann man im März den Goldoregano, der genauso schmeckt wie der normale Oregano. Der einzige Unterschied ist seine Färbung, die statt grün eher gelblich bis gelbgrün ist (daher die Bezeichnung Goldoregano).

 

 

Lavendel

Lavendel

Auch der Lavendel kann im März schon beerntet werden. Junge Triebe würzen Suppen und Soßen gut, Lavendel ist Bestandteil der Kräutermischung „Kräuter der Provence“. Auch der Lavendel ist typisch für die Mittelmeerküche.

 

 

Löwenzahn

Löwenzahn

Der Löwenzahn ist vor allem als „Unkraut“ bekannt. Unkräuter sind Pflanzen, die wir an manchen Stellen aus unserer Sicht nicht haben wollen. Auch bei uns fühlt sich der Löwenzahn in Beeten und Rasen ebenso wohl wie eigentlich überall. Dabei sind vor allem seine Blätter und Wurzeln sehr gesund und vitaminreich: Die Blätter kann man in Salaten oder zum Würzen verwenden (sie sind leicht bitter), die Wurzeln können wie Gemüse zubereitet werden. Es gibt speziell gezüchtete Sorten für den Garten (sogenannter Gartenlöwenzahn), die weniger bitter sind. Man braucht sie jedoch meiner Meinung nach nicht, da es Löwenzahn überall gibt und gerade die Bitterstoffe gesund sind.

 

 

Pfefferminze

Pfefferminze

Den berühmten Pfefferminztee (aus frischen Blättern unvergleichlich besser als aus getrockneter Pfefferminze) kann man sich ab März schon frisch aus dem Garten zu bereiten. Die Blätter der Pfefferminze würzen und dekorieren auch so manche Süßspeise. Das ätherische Öl der Pfefferminze hilft auch bei Kopfschmerzen.

 

Salbei

Salbei

Der Salbei ist ebenfalls im März (und eher) schon zu ernten. Gekaute Salbeiblätter helfen bei akuten Halsschmerzen. Die Blätter (vorsichtig dosieren) können auch so manches Gericht verfeinern und würzen.

 

 

Waldmeister

Waldmeister

Der Waldmeister ist auch im März schon grün. Aus seinen Blättern kann die berühmte Waldmeisterbowle zubereitet werden. Die Blätter enthalten Cumarin, man soll nicht mehr als 5 Gramm Waldmeister pro Liter Bowle verwenden.

 

 

Wermut

Wermut

Nicht weniger berühmt ist Wermut. Mit Wermut aromatisierter Wein ist ein Genuss. Wenn man aufmerksam durch die Natur geht, findet man dieses Kraut häufig wild in der Natur. Wermut fördert den Appetit und hilft bei Gastritis oder Blähungen.

 

 

 

 

 

 

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3 Gedanken zu „März ist Erntemonat

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