Sträucher

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Sträucher prägen die Gesamtansicht eines Gartens in wesentlicher Art und Weise. Erst durch den Einsatz von Sträuchern, Hecken und Bäumen erhält der Hausgarten seine für ihn charakteristische Form. Mit Sträuchern kann man zu allen Jahreszeiten Blüte in den Garten bringen, indem man Sträucher auswählt, die im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter blühen. Ja, es gibt sogar Sträucher, die sehr früh im Frühling blühen oder sogar im Winter.

Winterblühende Strächer sind beispielsweise Mahonie, Duftschneeball, Zaubernuß, Fleischbeere, Winterjasmin, Duftheckenkirsche (Wintergeißblatt), Winterblüte, Rhododendron Praecox, Seidelbast oder Kornelkirsche.

Im Frühling blühen die meisten Sträucher. Einige frühjahrsblühende Sträucher: Forsythie, Ginster, Zierjohannisbeere, Rhododendron bzw. Azalee, Spierstrauch, Mandelbäumchen (die Sorte Dürkheimer Krachmandel kann sogar im deutschen Klima gute Erträge an eßbaren Mandeln erzielen), Haselnuß, Jasmin, Magnolien wie die für mitteleuropäisches Klima gut geeignete kompakte und strauchartig wachsende Magnolia liliiflora usw. Frühlingsblühende Sträucher wecken die Vorfreude auf den Sommer, der wohl bekannteste frühjahrsblühende Strauch, der Flieder (syringa vulgaris) wird in vielen Liedern besungen.

Im Sommer blühen weniger Sträucher, aber es gibt immer noch genügend Arten sommerblühender Sträucher, die uns auch im Sommer mit ihren Blüten erfreuen. Sommerblühende Sträucher: Pfeifenstrauch (Falscher Jasmin, philadelphus virginalis), Hortensie, Sommerflieder (buddleja davidii, buddleja alternifolia), Fünffingerstrauch (Potentilla fruticosa), Roseneibisch (Hibiscus syriacus), Johanneskraut, Rosen, Halbsträucher wie Salbei und Lavendel u.a.

Im Herbst blühen viele Sträucher, die auch gegen Ende des Sommers blühen wie Roseneibisch und Sommerflieder. Es kommt ganz auf das Wetter an, wie lange manche Sträucher blühen, so dass die Übergänge zwischen sommerblühenden Sträuchern und herbstblühenden Sträuchern fließend sind. Dies gilt für alle Jahreszeiten, das Wetter kann den Zeitpunkt der Blüte nach vorn oder hinten verlegen. Weitere sommer- bzw. herbstblühende Sträucher: Weigelie, Säckelblume (Ceanothus, wunderschön, aber leider doch recht frostempfindlich), Hartriegel (einige Arten mit herrlicher Rinde im Winter) usw.

Sträucher im Hausgarten biologisch zu ziehen, ist sehr einfach. Im Idealfall erwirbt man die Pflanzen bereits bei einem Biobetrieb, so ist sichergestellt, dass die Sträucher auch biologisch angezogen, vermehrt oder gesät worden sind. Wenn das nicht möglich sein sollte, etwa weil es keine Biobaumschule in der Nähe geben sollte oder der gewünschte Strauch dort nicht zu bekommen ist, können Sie die gewünschten Sträucher auch woanders erwerben und danach biologisch kultivieren.

Genau wie Bäume benötigen vor allem größere Sträucher kaum zusätzlichen Dünger, da sie mit ihrem weitläufigen Wurzelwerk benötigte Nährstoffe überall im Boden erschließen. Wenn sie angewachsen sind, müssen sie auch nicht mehr gegossen werden, es sei denn, sie stehen unter dem Dach und können nicht durch Regenwasser versorgt werden. Dennoch freuen sich die meisten Sträucher über jährliche Gaben von reifem oder halbreifen Kompost vom eigenen Komposthaufen. Moorbeetpflanzen wie Rhododendren kann man mit Sägespänen, Holzabfällen, Laubkompost oder Walderde versorgen.

Sträucher sind ideal, um Gartenabfälle wie Rasenschnitt, abgeschnittene Äste, Laub, Unkräuter usw. biologisch zu entsorgen, indem man sie einfach unter die Sträucher gibt, wo diese Bioabfälle nicht zu sehen sind und unser ästhetisches Empfinden nicht beeinträchtigen. Sie verrotten dort langsam zu wertvollem Humus. Diese Mulchschicht hält außerdem die Feuchtigkeit und versorgt den Strauch mit bestem Naturdünger.

Außerdem eigen sich (vor allem laufabwerfende) Sträucher hervorragend zur Pflanzung von Zwiebelpflanzen. Unter den Sträuchern können sich die Blumenzwiebeln ungestört entwickeln und begeistern uns Jahr für Jahr durch ihre atemberaubende Blüte.

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