Archiv der Kategorie: Gemüse

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Mischkultur – ein Beispiel aus der Praxis

Heute möchten wir euch ein Beispiel zeigen, wie man Mischkultur z.B. auf einem Beet umsetzen kann. Natürlich gibt es wie immer viele andere Möglichkeiten.

Anstatt wie früher nur ein Gemüse auf einem Beet anzubauen, ist es von großem Vorteil, auf einem Beet verschiedene Gemüsesorten und Kräuter zu mischen, um den verfügbaren Platz maximal auszunutzen und damit den Gesamtertrag zu erhöhen und andererseits den Boden gesünder zu halten, indem die verschiedenen Pflanzen bestimmte Stoffe an den Boden abgeben und Schädlinge fernhalten.

Mischkultur-Beet

Mischkultur-Beet

Den Grad der Durchmischung kann man natürlich selbst bestimmen. Mancher mag mehr „Ordnung“ auf dem Beet und möchte daher nur 2 verschiedene Sorten auf dem Beet, andere – wie wir – bringen viele verschiedene Pflanzen auf einem Beet unter.

Auf diesem Bild sieht man z.B. links vorn eine Rhabarberpflanze, im Hintergrund rechts hinten Zweige eines Pfirsichbaums, dessen schlanke Blätter auch die Kultur von Gemüse unter und neben ihm ermöglichen. Desweiteren befinden sich derzeit auf dem Beet: Grünspargel, einige Erdbeerpflanzen, links hinten Zitronenmelisse und Dill (der sich jedes Jahr selbst aussät).

Es befand sich auch noch eine Gojibeere auf diesem Beet, die wir aber aufgrund des gestiegenen Platzbedarfs dieser Pflanze an einen anderen Ort umgepflanzt haben.

Dazwischen befindet sich überall noch Knoblauch, der im Juni bereits erntereif sein dürfte. Dann kommen an die Stelle des Knoblauch noch Buschbohnen, die wir dann einfach in die freiwerdenden Stellen säen. Mit den Buschbohnen schließen wir dann alle Lücken, sorgen für eine weitere Gemüseernte und versorgen den Boden gleichzeitig noch mit Stickstoff, welche Bohnen aus der Luft gewinnen.

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Ausnutzung kleiner Flächen im Garten

Selbst im kleinen Garten kann man sehr viele Pflanzen unterbringen, die man nutzen kann. Es findet sich immer irgendwo noch ein Platz, wo man etwas hinpflanzen kann.

Knoblauch

Knoblauch

So kann man nicht nur mehr Ertrag erzielen, sondern kann häufig auch die Gesundheit des Bodens verbessern sowie Schadinsekten oder Tiere von Gemüsepflanzen fernhalten. Außerdem geben Pflanzen Stoffe an den Boden ab, die diesem zugute kommen.

Für Ertrag und Bodengesundheit ist ein Anbau vieler Pflanzen auf dem selben Beet immer von Vorteil. Die Bodengesundheit verbessert sich, die Pflanzen benötigen und verbrauchen unterschiedliche Nährstoffe und liefern dem Boden selbst wichtige Stoffe.

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Beispiele:

  • Selbst in kleine Lücken im Garten können wir Knoblauchzehen stecken. Diese wachsen schlank nach oben und werden zur Knoblauchknollen werden. Viele Insekten werden durch den Geruch vertrieben
  • Ähnliches gilt bei Zwiebeln. Einfach ein paar Steckzwiebeln in die Lücken stecken oder Zwiebelsamen aussäen.
  • Buschbohnen können mit Mitte/Ende Juli immer in freie Stellen gesät werden. Hier kommt noch der Vorteil dazu, dass alle Bohnen und andere Leguminosen Stickstoff aus der Luft binden können und diesen zum Teil an den Boden abgeben = Stickstoffdüngung.
  • Wild wachsende (giftige) Kreuzblättrige Wolfsmilch einfach im Beet stehen lassen, diese wächst ebenfalls schlank nach oben und vertreibt Wühlmäuse im Umfang mehrerer Meter um den Standort dieser Pflanze.
  • Relativ niedrigwachsende Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch lassen sich auch gut in Lücken unterbringen.

Unserer Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt, probiert es einfach aus! Es gibt in der Gartenliteratur manchmal Informationen zu „guten“ und „schlechten“ Nachbarn (in Bezug auf sich fördernde oder behindernde Pflanzen), doch haben wir in unserer Praxis noch keine „schlechten“ Nachbarn finden können!

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Gemüsetipp für großen Ertrag

Wir bauen in unserem Bio-Hausgarten hauptsächlich Gemüse an, das wenig Arbeit macht, möglichst wenig Fläche beansprucht und im Verhältnis dazu viel Ertrag bringt. Und wer fährt nicht schon gern eine große Ernte ein…

Möglich ist das zum Beispiel mit dem Kohlrabi. Wir ihr wisst, gibt es da einige Sorten, grüne und lilafarbene Kohlrabi, die meisten sind verhältnismäßig klein und bereits nach 8-10 Wochen erntereif, bringen aber auch relativ wenig „Masse“.

Es ist jedoch möglich, aus lediglich 10 Samen mit einem Gesamtgewicht von weniger als 1 Gramm einen Ertrag von 80 Kilo Gemüse zu erzielen. Das Gewicht der Samen wird also verhunderttausendfacht!

Kohlrabisamen

Kohlrabisamen

Das ist mit der Sorte „Superschmelz“ möglich! Es handelt sich hier um eine relativ alte Kohlrabisorte, die auch schon in der DDR bekannt war. Sie ist auch als Biosaatgut überall erhältlich.

Gesät werden kann direkt ins Freie, von Mai bis Ende Juni, 1-2 cm Tiefe. Die Keimzeit beträgt etwa 8-15 Tage. 3 Wochen nach der Keimung auf 50 x 60 cm Abstand verpflanzen. Haltet diese Abstandsempfehlung ein, der Kohlrabi wird sie brauchen!

Diese Kohlrabisorte entwickelt riesige Kohlrabi, die dennoch zart bleiben! Wie alle Gemüsearten benötigt auch der Kohlrabi einen sonnigen Platz. Der Boden sollte nahrhaft sein, damit der Kohlrabi sein Endgewicht von bis zu 8 Kilo erreichen kann.

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Bei uns hat er das erreicht! Die riesigen Knollen haben wir im Herbst gleich draußen mit der Axt in handliche Stücke gespalten, dann im Haus noch weiter zerkleinert und in den Gefrierschrank transportiert. Den ganzen Winter konnten wir den Kohlrabi genießen, meist als Kohlrabigemüse mit Butter.

Wenn auf das Beet im Frühjahr reifer Kompost aufgetragen wurde, ist keine weitere Düngung erforderlich. Falls nicht, das Beet organisch oder organisch-mineralisch düngen. Wir empfehlen dazu folgenden preisgünstigen Bio-Dünger (Kilopreis unter 1 Euro durch Grosspackung, kommt versandkostenfrei, NPK 3/3/3)


Bio-Universal-Naturdünger
Bio-Dünger mit sehr günstigem Kilogrammpreis

Die Ernte erfolgt im Herbst. Lasst den Kohlrabi ruhig bis November auf dem Beet, er nimmt im Herbst noch enorm an Größe und Gewicht zu und bleibt dabei butterzart.

Die Samen vom „Superschmelz“ gibt es überall zu kaufen, auch als Bio-Samen. Wir bauen diese Sorte fast in jedem Jahr an. Wichtig bei Kohlsorten: Jedes Jahr das Beet wechseln, falls möglich, Kohl nur alle 3-5 Jahre auf das selbe Beet säen/pflanzen. Das beugt Krankheiten wie der Kohlhernie vor.

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Wie man bei wärmeliebendem Südgemüse auch ohne Gewächshaus gute Erträge erzielt

Mitteleuropa ist nicht Spanien. Dennoch bauern die meisten Hobbygärtner mit großer Begeisterung Südgemüse aller Art in ihrem Hausgarten an. Auberginen, Gurken, Paprika, Chili, Melonen, Tomaten usw. benötigen jedoch alle viel Wärme, um einen guten Ertrag zu erzielen.

Diese Bedingungen kann man am besten in einem Gewächshaus nachahmen.

Doch nicht jeder hat ein Gewächshaus, das Geld oder den Platz dafür. Trotzdem gibt es einige Tricks, mit denen man auch ohne Gewächshaus ziemlich gute Erträge bei Südgemüse erzielen an. Unsere diesbezüglichen Erfahrungen möchten wir Euch hiermit gern weitergeben:

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Allgemein:

  1. Südgemüse lieber in großen Töpfen (z.B. dunklen Kunststofftöpfen) halten als im Freiland, wenn ihr kein Gewächshaus habt. Die Pflanzen werden damit transportabel, man kann sie dann auch auf dem Balkon kultivieren und bei drohendem schlechten Wetter an einen geschützten Ort bringen. Dunkle Kunststoff-Töpfe absorbieren außerdem mehr Licht, der Boden wird wärmer.
  2. Pflanzen mit organischem oder organisch-mineralischem Langzeitdünger versehen, so dass nur einmal direkt bei der Pflanzung gedüngt werden muss. In Töpfen ist die Auswaschung auch geringer.
  3. Südgemüse in Töpfen nach Möglichkeit vor Wind und Regen schützen. Wir tun das z.B., indem wir die Töpfe unter die Dachrinne stellen. Man muss dann zwar gießen, aber in vielen Gegenden Deutschlands regnet es ohnehin nicht so viel und die Vorteile überwiegen.
  4. Die Pflanzen zusätzlich in schwarze Folie pflanzen oder diese neben dem Stängel mit schwarzer Folie auslegen. So wird noch mehr Licht und Wärme absorbiert, das hat bei uns sehr viel gebracht.
  5. Pflanzen nah an die Hauswand oder in die Nähe anderer Wärmequellen stellen
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Tipp zu Gurken: Auf Feigenblattkürbis veredelte Pflanzen sind wesentlich robuster und kälteresistener. Sie sind teuer, aber viel ertragreicher

Tipp zu Hokkaidokürbis: Gedeiht ohne zusätzliche Düngung perfekt auf dem Kompost- oder Misthaufen.

Tipp zu Paprika/Chili: Wenn ausgepflanzt, dann in die Nähe der Kreuzblättrigen Wolfsmilch pflanzen. Wühlmäuse können sich sonst schonmal die komplette Pflanze holen.

Tipp zu Tomaten: Die Geiztriebe aus den Blattachseln regelmäßig entfernen und diese gleich unter den Pflanzen als Gründung eingraben oder sie einfach einpflanzen und zu neuen Pflanzen werden lassen.

Tipp zu Melonen: Diese brauchen sehr viel Wärme. Auf den Komposthaufen pflanzen, zusätzlich schwarze Folie unterlegen.

Wenn man ein Gewächshaus hat, erzielt man noch viel größere Erträge, außerdem beginnt dann die Saison eher und endet später. Der Treibhauseffekt sorgt für viel wärmere Temperaturen, das mögen Gurken, Tomaten, Paprika, Melonen usw.

Hier einige Gewächshäuser in verschiedenen Qualitäten und Preisklassen

Veredelte Gurkenpflanzen gibt es zum Beispiel hier:


Veredelte Gurkenpflanzen

 

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Interessante Neuheit gefunden: Bio-Zitronen-Chili

Wir sind immer auf der Suche nach interessanten Neuheiten und haben heute folgendes gefunden:

Eine Bio-Zitronen-Chili.  Das Aroma ist fruchtig-zitronig. Wächst ca. 1,5 m hoch und bringt gelbfleischige, mittelscharfe nicht brennend scharfe Früchte. Zum Frischverzehr und zum Trocken. Kann frostfrei überwintern. Hier mehr Infos sowie Online-Bestellmöglichkeit:


Bio-Zitronen-Chili hier bestellen

 

Zitronenchili

Zitronenchili

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Die Melde, ein nützliches Unkraut

Hier nun die Auflösung der gestrigen Frage zu den beiden „Unkräutern“. Einige hatten beide richtig, jedoch war anscheinend besonders die zweite Pflanze nicht einfach.

Die Lösungen lautet: Gartenmelde (Atriplex hortensis) und Erdrauch (Fumaria officinalis). Rechts neben der Gartenmelde ist übrigens ein Winterjasmin zu sehen, der gepflanzt wurde.

Der Erdrauch ist in allen Teilen giftig und soll hier nicht weiter betrachtet werden. Auch diese Pflanze ist jedoch nützlich und wurde früher als Heilpflanze verwendet. Wirkstoffe dieser Pflanze werden heute synthetisch nachgeahmt und zur Behandlung von Schuppenflechte eingesetzt.

Gartenmelde

Gartenmelde

Die Gartenmelde jedoch solltet ihr wertschätzen. Dieses sehr häufige „Unkraut“ ist eine der ältesten Kulturpflanzen und überaus nützlich. Sie ist sowohl roh als auch gekocht essbar.

Wichtige Inhaltsstoffe: Vitamine A, C, Kalzium, Kalium, Magnesium, Phospor, Eiweiß.

Die Blätter sind sehr schmackhaft, wir essen sie oft einfach im Garten während des Unkrautjätens (esst bitte Pflanzen nur, wenn ihr sie genau kennt).

Man kann die Melde genauso verwenden wie Spinat oder einfach roh essen. Kinder mögen den angenehmen Geschmack bei der Verwendung als Spinat, wahrscheinlich, weil die Blätter weniger Oxalsäure enthalten.

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Auch die Vitamin-A-haltigen Samen sind gekocht essbar.

In der Biohausgarten-Community wurden für die Verwendung in der Küche noch angegeben: Herstellung von Kräuterbutter, gemischter Salat, Kartoffelsalat, Tierfutter. In Mexiko wird die Gartenmelde auch für Salate und Soßen (Salsas) verwendet und ansonsten wie Koriander.

In Rumänien macht man daraus Suppe oder füttert die Schweine damit.

Die Gartenmelde ist außerdem eine bekannte Heilpflanze. Bei den Blättern ist eine harntreibende  Wirkung bekannt. Sie kam auch zur Anregung des Stoffwechsels als Frühjahrskur und bei nervöser Erschöpfung zur Anwendung.

In der Volksmedizin wurden damit auch Lungenkrankheiten behandelt. Äußerlich angewendet sollen die Blätter bei Gicht helfen. Einreibungen aus dem Saft der ganzen Pflanze galten als Volksheilmittel bei Hautkrankheiten und Geschwüren im Rachen.

Eine Nutzung als Mittel für die Hände wurde auch aus der Community berichtet.

Weitere bekannte Verwendung: Färbemittel (aus den Samen wird ein blauer Farbstoff gewonnen), Produktion von Biomasse. Interessant ist, dass man bei der Produktion von Biomasse das Protein herausextrahiert und aus dem Rest dann Biokraftstoffe herstellt.

Es gibt auch Biosaatgut der Gartenmelde zu kaufen, z.B. hier:


Samen der Gartenmelde
Bio-Saatgut

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Neuer Wildwuchs: Kopfsalat

Heute berichten wir wieder über eine Pflanze, die wir in unserem Garten nicht gesät oder gepflanzt haben, die aber dennoch gewachsen ist:

Kopfsalat

Kopfsalat

Wie kam der Salat in den Garten? Es handelt sich hier um eine einfache Aussamung. Im Vorjahr wuchsen auf diesem Beet Salatpflanzen, welche nicht alle komplett geerntet worden sind und dann „geschossen“ sind. Unter dem „Schießen“ des Salats versteht man das plötzliche Hochwachsen der Salatpflanzen im Sommer durch hohe Temperaturen, wobei die Kopfform verloren geht und die Pflanze eher schlank und hoch wird als kompakt. Dann blüht der Salat und bildet Samen, welche ausfallen.

Aus solchen Samen ist diese Pflanze entstanden. Im Vorjahr hatten wir sogar eine ganze Reihe solcher Pflanzen, die zu kostenfreien wunderschönen Salatköpfen heranwuchsen. Kopfsalat enthält an nennenswerten Mengen von Vitaminen und Mineralstoffen vor allem die Vitamine A, B1, B2, C und Niacin sowie Natrium, Magnesium, Phosphor, Kalium, Kalzium, Eisen sowie Ballaststoffe.

Er gehört zu der Gruppe der Gartensalate (Lactuva sativa).

Ein Tipp für mehr Ernte bei Salat: Nicht nur bei Pflücksalat, sondern nach unserer Erfahrung auch bei Kopfsalat ,ist es möglich, von den Pflanzen mehrmals zu ernten. Schneidet einfach den Hauptteil des Salates über dem Boden ab und lasst ein Stück übrig. Aus dem Rest wachsen weitere Salatblätter, die ihr dann wiederum verwenden könnt!


Hier sind verschiedene Salatsamen und auch Pflanzen für den Erstanbau zu finden

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Tipp zur Pflanzung von Gurken

Da wir in den letzten 20 Jahren schon viele Gurken angebaut haben, haben wir natürlich dabei verschiedene Erfahrungen gemacht. Einen wichtigen Tipp möchten wir Euch nicht vorenthalten: Wenn Ihr kein Gewächshaus habt, verwendet nach Möglichkeit veredelte Pflanzen. Diese sind deutlich teurer als „normale“ Gurkenpflanzen, aber dafür erheblich robuster für das mitteleuropäische Klima.

Gurkenpflanze

Gurkenpflanze

Die Gurke ist sehr wärmebedürftig und bereits kurze Kältephasen lassen dieses leckere Gemüse sehr leiden, die Blätter sehen dann schnell schlecht aus und nicht selten können unveredelte Pflanzen im Freiland auch komplett absterben, besonders die langen Schlangengurken.

Bei der Veredlung wird die „Edelgurke“ dann auf den wesentlich kälteresistenteren Feigenblattkürbis veredelt, der deutlich niedrigere Temperaturen verträgt. Wir können aus unserer Erfahrung sagen, dass man bei Freilandanbau von Gurken einfach mehr Ertrag, mehr Sicherheit und auch mehr Spass hat, wenn man veredelte Pflanzen verwendet.

 

Veredelte Gurkenpflanzen gibt es zum Beispiel hier:


Veredelte Gurkenpflanzen

Einen weiteren wichtigen Profitipp zur deutlichen Ertragssteigerung bei Gurken findet ihr in unserem Haupt-Gurkenartikel, der sich hier befindet:

Alles zum Anbau von Gurken

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