Archiv der Kategorie: Gesundheit

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Essbare Früchte von Kakteen

Eine hübsche Blüte kann man derzeit bei uns im Garten sehen – die Blüte des Feigenkaktus (Opuntie). Die aus den sehr attraktiven Blüten entstehenden Früchte sind essbar und sehr schmackhaft.

Feigenkaktus Opuntie Blüte

Feigenkaktus Opuntie Blüte

Die Pflanzen sind sehr pflegeleicht und benötigen sehr wenig Wasser, da es Wüstenpflanzen sind. Tiefe Minusgrade werden problemlos im Winter überstanden. Nur eines mögen Opuntien nicht: Zu viel Wasser!

Deshalb empfehlen wir eine Pflanzung unter dem Dachunterstand, denn im völlig Freien sind die Pflanzen im Winter von zu viel Wasser bedroht und können dort verfaulen (so bei unserem Erstversuch geschehen).

Diese Pflanze – und andere – hat jedoch bei uns unter dem Dachunterstand seit mehr als 10 Jahren keine Probleme. Eine tolle Sache, winterharte Kakteen, tolle Blüten und dann auch noch essbare Früchte und Blätter!

Pflanzen haben wir hier gefunden:


Winterharter Feigenkaktus
Opuntien mit essbaren Früchten

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Vielseitig, gesund, robust – die Walnuss

Der Walnussbaum (Juglans regia)ist einer der wichtigsten einheimischen Laubbäume mit vielfältigem Nutzen in der Küche, für die Gesundheit, Holzwirtschaft usw.

Zu allen Jahreszeiten ist ein Walnussbaum eine wahrhaft imposante Erscheinung. Im Winter besticht er durch seine schönen Äste, die auch ohne Schnitt immer gut aussehen. Im Sommer hat er sehr große, sehr schöne, schattenspendende Laubblätter und im Herbst reifen die Walnüsse heran.

Austreibender Walnusszweig

Austreibender Walnusszweig

Es gibt heute Walnussbäume aus Samen – eben aus den Walnüssen – und aus Veredlungen. Veredelte Bäume tragen eher Nüsse, Walnussbäume aus Samen sind sehr robust und die Nüsse in allen Fällen sehr schmackhaft und gesund.

Der Walnussbaum wird groß, er wird deshalb gern als Hofbaum genutzt. Er ist deshalb eher etwas für den größeren Garten.

Unser Walnussbaum entstand durch eine von unseren Kindern in der Weihnachtszeit weggeworfene vermeintlich „schlechte“ Walnuss. Sie keimte auf schwierigstem Boden, und zwar mitten zwischen den Steinen einer Natursteinmauer.

Walnussbaum

Walnussbaum

Aber der Baum wollte offensichtlich gerade an dieser Stelle wachsen und so taten wir ihm den Gefallen. Er hat nun nach wenigen Jahren bereits eine Höhe von 4-5 Metern erreicht und sieht immer sehr gesund und robust aus. Wir möchten ihn in unserem Garten nicht mehr missen.

 

In der Küche finden Walnüsse vielfältige Verwendung: Als Eis, in Salaten, Soßen, Likören, Bränden und natürlich pur.

Die gesundheitlichen Vorzüge von Walnüssen sind überragend. Sie haben den höchsten Linolensäuregehalt aller Nussfrüchte und sind damit sehr gesund für das Herz.

Wichtige Vitamine wie  A, B1, B2, B3, C, E und Panthotensäure (Vitamin B5). Sie sind reich an Zink, Kalium, Magnesium, Phosphor, Schwefel, Eisen und Calcium.

Sie haben schützende Wirkung hinsichtlich Diabetes (Typ 2). 9 Walnüsse täglich und ein Esslöffel Walnussöl können uns vor hohem Blutdruck und in Stresssituationen schützen. Sie scheinen Walnüsse nicht nur Herz-Kreislauferkrankungen entgegenzuwirken, sondern auch Prostatakrebs zu bremsen.

Die gesundheitlichen Wirkungen sind so vielfältig, dass sie an dieser Stelle nicht umfassend beschrieben werden können. Wir verweisen dazu auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel.

Walnüsse

Walnüsse

Man kann und sollte auch bereits die noch  halbreifen Nüsse essen, denn dann ist der Vitamin-C-Gehalt der Nüsse am größten, mit bis zu 1 % geradezu gigantisch.

Das Holz der Echten Walnuss ist ein begehrtes Edelholz, dessen Verwendung auf hochwertige Gegenstände beschränkt ist. Es fällt in der Regel nur als Nebenprodukt bei der Fällung von Fruchtbäumen an, da ein gezielter Anbau für die Holzproduktion nur selten vorhanden ist.

Wer nicht warten will, bis in seinem Garten ein Walnussbaum auftaucht, kann überall Pflanzen kaufen. Jedoch gibt es teilweise erhebliche Unterschiede in Qualität, Größe und Preis. Bäume zum Preis von 50-100 Euro sind keine Seltenheit.

Wir haben ein recht günstiges Angebot gefunden (Höhe 60-80 cm), das völlig ausreichend sein sollte, noch dazu, da der Walnussbaum schnell wächst:


Walnussbaum bestellen
60-80 cm hoch

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Die Melde, ein nützliches Unkraut

Hier nun die Auflösung der gestrigen Frage zu den beiden „Unkräutern“. Einige hatten beide richtig, jedoch war anscheinend besonders die zweite Pflanze nicht einfach.

Die Lösungen lautet: Gartenmelde (Atriplex hortensis) und Erdrauch (Fumaria officinalis). Rechts neben der Gartenmelde ist übrigens ein Winterjasmin zu sehen, der gepflanzt wurde.

Der Erdrauch ist in allen Teilen giftig und soll hier nicht weiter betrachtet werden. Auch diese Pflanze ist jedoch nützlich und wurde früher als Heilpflanze verwendet. Wirkstoffe dieser Pflanze werden heute synthetisch nachgeahmt und zur Behandlung von Schuppenflechte eingesetzt.

Gartenmelde

Gartenmelde

Die Gartenmelde jedoch solltet ihr wertschätzen. Dieses sehr häufige „Unkraut“ ist eine der ältesten Kulturpflanzen und überaus nützlich. Sie ist sowohl roh als auch gekocht essbar.

Wichtige Inhaltsstoffe: Vitamine A, C, Kalzium, Kalium, Magnesium, Phospor, Eiweiß.

Die Blätter sind sehr schmackhaft, wir essen sie oft einfach im Garten während des Unkrautjätens (esst bitte Pflanzen nur, wenn ihr sie genau kennt).

Man kann die Melde genauso verwenden wie Spinat oder einfach roh essen. Kinder mögen den angenehmen Geschmack bei der Verwendung als Spinat, wahrscheinlich, weil die Blätter weniger Oxalsäure enthalten.

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Auch die Vitamin-A-haltigen Samen sind gekocht essbar.

In der Biohausgarten-Community wurden für die Verwendung in der Küche noch angegeben: Herstellung von Kräuterbutter, gemischter Salat, Kartoffelsalat, Tierfutter. In Mexiko wird die Gartenmelde auch für Salate und Soßen (Salsas) verwendet und ansonsten wie Koriander.

In Rumänien macht man daraus Suppe oder füttert die Schweine damit.

Die Gartenmelde ist außerdem eine bekannte Heilpflanze. Bei den Blättern ist eine harntreibende  Wirkung bekannt. Sie kam auch zur Anregung des Stoffwechsels als Frühjahrskur und bei nervöser Erschöpfung zur Anwendung.

In der Volksmedizin wurden damit auch Lungenkrankheiten behandelt. Äußerlich angewendet sollen die Blätter bei Gicht helfen. Einreibungen aus dem Saft der ganzen Pflanze galten als Volksheilmittel bei Hautkrankheiten und Geschwüren im Rachen.

Eine Nutzung als Mittel für die Hände wurde auch aus der Community berichtet.

Weitere bekannte Verwendung: Färbemittel (aus den Samen wird ein blauer Farbstoff gewonnen), Produktion von Biomasse. Interessant ist, dass man bei der Produktion von Biomasse das Protein herausextrahiert und aus dem Rest dann Biokraftstoffe herstellt.

Es gibt auch Biosaatgut der Gartenmelde zu kaufen, z.B. hier:


Samen der Gartenmelde
Bio-Saatgut

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