Etappe 2: Orleans – San Sebastian/Astigarraga (700 km)

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San Sebastian Donostia

San Sebastian Donostia

Donostia Igeldotik“ von KetaEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 2.5 über Wikimedia Commons.

Am 2. Tag verließen wir Orleans schon am frühen Morgen, denn es warteten 700 Kilometer auf uns auf dem Weg nach Spanien. Ziel der heutigen Etappe war eigentlich San Sebastian im Baskenland (186000 Einwohner). Da die Unterkünfte in San Sebastian jedoch verhältnismäßig teuer waren, wählten wir zur Übernachtung den nahe gelegenen Ort Astigarraga aus, was wir später nicht bereuten.

Im Baskenland sind so gut wie alle Schilder zweisprachig, wobei sich Baskisch sehr deutlich von Spanisch unterscheidet.

Eigentlich wollten wir am Abend die wunderschöne Atlantikbucht auf dem Bild links noch besuchen, in der sich San Sebastian befindet, aber es fehlte uns an Zeit und so blieben wir in Astigarraga, was sich aber durchaus lohnen sollte.

Pension Astigarraga Baskenland

Pension Astigarraga Baskenland

Das Gebäude befindet sich nicht nur mitten in einem Gewerbegebiet und sieht von außen alles andere als vertrauenserweckend aus. Außen und innen sind jedoch ein gewaltiger Unterschied und darauf kommt es an! Als wir bei der Pension ankamen, waren wir vom äußeren Anblick der Unterkunft zuerst regelrecht erschrocken und hatten ein etwas mulmiges Gefühl. Auf dem Parkplatz davor befanden sich außer einem Franzosen nur spanische Fahrzeuge, ich glaube, Deutsche haben sich hier noch nie hinverirrt.

Auf dem Schild der Pension befindet sich links ein großer Apfel, was eine spezielle Bedeutung hat: Das Baskenland ist für seinen Apfelcidre (Apfelschaumwein) berühmt der hier „Sidra“ heißt. Die Gegend kennt viele traditionsreiche Sidras und später am Abend probierten wir in einem nahegelegenen Bar eine Flasche. Der Apfelcidre hat im Baskenland etwa 5-6 Prozent Alkohol. Der Besitzer der Pension hat an einer Wand viele preisgekrönte Sidra-Flaschen gesammelt und ausgestellt (siehe Foto).

Sammlung von Sidra-Flaschen

Sammlung von Sidra-Flaschen

Unser Jüngster kommentierte den Aufenthalt in der Pension Astigarraga am nächsten Tag mit den Worten: „Ich habe in einer Firma geschlafen…“ In der Tat hat  hier ein Investor ein früheres Firmengebäude zu einer Pension umgebaut, was durchaus gelungen ist. Um das Gebäude herum befinden sich Werkstätten und kleine Handwerksbetriebe, auch im Gebäude selbst kann man die Vergangenheit des Hauses noch gut erkennen, was der Pension ein eigenes Flair verschafft. Ansonsten ist der Unterkunftsbereich innen jedoch sehr modern mit perfekt funktionierender Klimaanlage, W-LAN, Flachbild-TV, großem Bad und tollen Betten. Aus dem Fenster konnte man außer dem Gewerbegebiet auch die wunderschön grüne Landschaft des Baskenlands sehen.

Spannend war es auch schon, überhaupt in das Hotel hereinzukommen. Das war nicht so einfach. Die Tür mit dem Treppenhaus war von außen verschlossen. Nach etwas Rätselraten fanden wir neben der Treppenhaustür einen Zugang zu einem Gewerbelift, der jetzt dem Personentransport dient. Wir fanden dann mit Hilfe verschiedener Schilder und Aufschriften heraus, dass man erst den Lift betreten musste und dann per Knopf erst beim Manager anrufen musste, der erst prüfte, ob man angemeldeter Gast der Pension war und erst dann den Fahrstuhl aktivierte. Dieses Prozedere dient offensichtlich der Sicherheit.

Als wir oben waren, erhielten wir nach der Anmeldung dann Chipkarten, mit denen wir entweder den Fahrstuhl selbst bedienen konnten oder aber auch die Treppenhaustüren benutzen konnten, so dass kein Fremder Zugang zu dem Gebäude hatte.

Der sehr freundliche Besitzer hat uns dann alles erklärt und uns einen Supertipp für das Abendessen gegeben. Getränke und kleinere Speisen kann man auch beim Besitzer in der Pension kaufen, wir wollten aber landestypisch zu Abend essen und entschieden uns deshalb für den Tipp des Besitzers, die nahegelegene Taverne Txingurri (der baskische Name für Taverne, spanisch: Taberna, lautet Jatetxea.

Taverne Txingurri Astigarraga

Taverne Txingurri Astigarraga

Sidra im Txingurri Astigarraga

Sidra im Txingurri Astigarraga

Ein echter Geheimtipp, wie sich herausstellte. Von außen ähnlich unscheinbar wie die Pension Astigarraga, aber qualitativ hochwertig! Für sehr wenig Geld bekamen wir hier Essen bester Qualität und einen tollen Sidra. Wir aßen Lomo de Cerdo (Schweinelende), hauchdünn gebraten, hervorragend gewürzt, mit Spiegelei und eckigen Kartoffelstücken und zum Nachtisch einen Flan, die Kinder bekamen tolle Hamburger, groß und gut gewürzt. Für diese Taverne vergeben wir die Bestnote! Jederzeit würden wir wieder hier essen.

Gleiches gilt für die Pension Astigarraga, in der wir hervorragend schliefen und mit 95 Euro für 4 Personen günstig übernachteten. In dem geräumigen Bad konnte man sich gut duschen und so ging es am nächsten Morgen auf die nächste Etappe nach Caceres in der heißen Extremadura.

Überblicksseite „Mit dem Auto nach Teneriffa“:

http://biohausgarten.de/reisen-die-schoensten-urlaubsfotos/urlaubsfotos-2014/mit-dem-auto-nach-teneriffa/

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2 Gedanken zu „Etappe 2: Orleans – San Sebastian/Astigarraga (700 km)

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