Etappe 3: San Sebastian (Astigarraga) – Cáceres (658 km)

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Plaza Mayor Altstadt Caceres

Plaza Mayor Altstadt Caceres

Nach einer erholsamen Nacht in der Pension Astigarraga lag die 3. Etappe in Richtung Cáceres vor uns, das sich bereits im Süden von Spanien befindet, was wir an den Temperatur- und Landschaftsveränderungen merken solten.

Wir versorgten uns zunächst in einem baskischen Supermarkt mit regionalen Getränken und Lebensmitteln und starteten dann auf unsere 3. Etappe Richtung Caceres.

Auf spanischen Autobahnen fährt es sich außer in wenigen Ballungsräumen meist entspannt. Es ist relativ wenig Verkehr, die Straßen sind in gutem Zustand, in die Infrastruktur wurde hier viel investiert. Manche Kreisel in den Städten sind deutlich überdimensioniert. Wenn man die Mittelmeerroute meidet, fährt man zudem mautfrei komplett durch Spanien und spart so einiges an Geld.

Einige Zeit begleiteten uns noch zweisprachige baskisch-spanische Beschilderungen und eine schöne grüne Landschaft, bis wir dann das Baskenland verließen und über Burgos, Palencia und Valladolid nach Salamanca gelangten. Salamanca liegt bereits in einer ziemlich wüstenartigen Umgebung, es gibt kaum Bäume. Überhaupt muss man sagen, dass Spaniens Wasserproblem nicht zuletzt durch die umfangreichen Abholzungen der letzten 100 Jahre extrem verschärft wurde, wenn es nicht sogar dadurch erst entstand.

Bald erreichten wir die Extremadura, eine der siebzehn autonomen Gemeinschaften Spaniens (Comunidades Autonomas). Im Norden dieser Region ist die Landschaft sehr schön, viele Wälder und Berge, die Temperaturen sind erträglich. Das ändert sich schlagartig mit der Überquerung des Flusses Tajo in Richtung Süden.

Autobahnbrücke über den Tajo Ruta de la Plata

Autobahnbrücke über den Tajo, Ruta de la Plata

Nach der Überquerung der Brücke mit phänomenaler Aussicht kommt man in die trockenen, heißen und kahlen Teile der Extremadura. Die Landschaft sieht hier völlig anders aus und die Temperaturen steigen schnell an. Am späten Nachmittag erreichten wir dann Caceres, das sich inmitten dieser kahlen heißen Landschaft befindet.

 

Das Thermometer zeigte 37 Grad im Schatten, als wir die Stadt erreichen. Leider war die von booking.com bereitgestellte Adressbeschreibung unserer Unterkunft sehr dürftig. Die Albergue Ciudad de Cáceres befand sich in der „Avenida de la Universidad“, eine Hausnummer war nicht angegeben. Diese Avenida war mehrere Kilometer lang und eine längere Suche begann. Bei dieser Gelegenheit lernten wir einige Gebäude entlang dieser Allee kennen, darunter einige Universitätsgebäude und ein Gefängnis (Centro penitenciario).

Leider ging so eine ganze wertvolle Stunde verloren, bis wir mit Hilfe von Google Maps die Unterkunft endlich lokalisieren konnten. Es handelte sich um eine Jugendherberge mit nahezu unschlagbarem Preis: Die Übernachtung kostete für 4 Personen nur 72 Euro einschließlich Frühstück.

Jugendherberge Caceres

Jugendherberge Caceres

Äußerlich sieht das Gebäude nicht besonders aus, aber die Unterkunft erfüllte ihren Zweck und das Preis-Leistungs-Verhältnis passte, da im Preis von 72 Euro Frühstück, W-LAN und Klimaanlage enthalten waren. Außerdem befindet sich die Unterkunft nur 5 Minuten vom historischen Stadtkern entfernt (siehe Foto ganz oben), der sehr sehenswert ist. Bei 37 Grad im Schatten läuft man allerdings etwas langsamer.

An der Plaza Mayor ließen wir uns dann noch zu einem gemütlichen Abendessen im Außenbereich eines der dortigen Lokale nieder und verzehrten landestypische Tapas sowie eisgekühlte Getränke. Die Temperatur blieb noch lange über 30 Grad. Dann kehrten wir in unsere Unterkunft zurück, in der die Klimaanlage aber nicht gleich funktionierte. Wir mussten uns beim Verwalter erst eine Fernbedienung dafür anfordern, aber dann gelang es uns, die Temperatur in dem voll verschatteten, aber dennoch heißen Raum herunterzuregulieren.

Am nächsten Morgen wollten wir frühzeitig auf die nächste Etappe nach Cádiz aufbrechen. Um 7 Uhr wollten wir los, jedoch gab es Frühstück erst ab 8, was uns zu spät war. Wir bekamen aber dafür später Geld zurück, so dass die Unterkunft noch günstiger wurde, als sie ohnehin schon war.

Als unser Gepäck fertig war und wir die Unterkunft verlassen wollten, stellten wir jedoch mit Erschrecken fest, dass das Gebäude einschließlich der Eingangstür von allen Seiten verschlossen war. Nicht einmal die Fenster konnte man öffnen, um notfalls das Auto über die parterre gelegenen Fenster zu erreichen.

Wir mussten uns auf dem Flur lautstark bemerkbar machen, bis der Verwalter aufwachte und uns in die Freiheit entließ. Nun konnten wir uns auf die 4. Etappe nach Cádiz begeben, wo der Atlantik und die spanische Südküste auf uns warteten.

Überblicksseite „Mit dem Auto nach Teneriffa“

http://biohausgarten.de/reisen-die-schoensten-urlaubsfotos/urlaubsfotos-2014/mit-dem-auto-nach-teneriffa/

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