Auberginen sind die mediterranste Vertreterin im Gemüsebeet – und unter ehrlichen Bedingungen anspruchsvoller als Tomaten. Wer ihnen Wärme und Geduld schenkt, wird mit aromatischen, glänzend dunkelvioletten Früchten belohnt. Mai ist die Pflanzzeit.
Standort: warm, sonnig, geschützt
Auberginen brauchen mindestens 6 Stunden Sonne täglich und Temperaturen über 18 °C. Im deutschen Klima gedeihen sie am besten im Gewächshaus, Folientunnel oder an einer wärmespeichernden Südwand. Im Beet ohne Schutz lohnt sich der Anbau nur in warmen Sommern.
Gepflanzt wird erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai. Plane 60 cm Abstand zwischen den Pflanzen. Bereite das Pflanzloch mit reichlich Kompost und einer Handvoll Hornspäne vor.
Pflege wie bei Tomaten
Auberginen brauchen eine Stütze, denn die Triebe brechen unter der Fruchtlast. Binde sie an einen Bambusstab oder Käfig. Kappe die Triebspitze, sobald die Pflanze 60 cm hoch ist – das fördert die Verzweigung und damit mehr Blütenstände.
Gieße tief und gleichmäßig direkt am Boden, niemals über die Blätter. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt hält die Wärme und Feuchtigkeit. Düngung mit Brennnesseljauche alle 2 Wochen ab dem ersten Blütenansatz.
Ernte und Sortenwahl
Erntet wird ab August, sobald die Früchte glänzen und auf leichten Druck nachgeben. Schneide sie mit einer scharfen Schere ab – Reißen verletzt die Pflanze. Reife Früchte sollten zügig verarbeitet werden.
Bewährte Sorten für Hausgärten: Black Beauty (klassisch dunkel), die kompakte Pinstripe mit lila-weißen Streifen oder die kleinfrüchtige Patio Baby für den Topf. Mit etwas Geduld erntest du auch im deutschen Sommer eine echte Mittelmeer-Frucht.