Gemüse 27. April 2026 1 min Lesezeit

Radieschen anbauen: schnell, knackig und gesund

Frisch geerntete Radieschen aus dem Bio-Beet

Radieschen gehören zu den schnellsten Gemüsen überhaupt: zwischen Aussaat und Ernte vergehen nur 4 bis 6 Wochen. Damit sind sie ideal für Kinder, Anfänger und für Lückenfüller im Beet. Im Mai sind sie auf dem Höhepunkt.

Aussaat von März bis September

Radieschen werden direkt ins Beet gesät. Stecke die Samen 1 cm tief in Reihen mit 15 cm Abstand. In der Reihe reicht ein Pflanzabstand von 3 cm – Radieschen mögen es nicht zu eng, sonst werden sie nicht knackig.

Säe alle 2 Wochen kleine Mengen nach – so erntest du kontinuierlich frische Radieschen statt alles auf einmal. Im Hochsommer (Juli/August) lege eine Pause ein: zu viel Hitze macht Radieschen scharf und holzig.

Standort und Boden

Radieschen mögen lockere, humose Erde mit gleichmäßiger Feuchte. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Frisch gedüngte Beete mögen sie nicht – auf einer Fläche, wo im Vorjahr Tomaten oder Bohnen standen, gedeihen sie hervorragend.

Wichtig: gleichmäßige Wasserversorgung. Trockenstress führt zu pelzigen, scharfen Knollen. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt hält die Erde feucht und kühl. Mischkultur mit Möhren oder Salat funktioniert hervorragend.

Sorten und Verwendung

Klassische rote Sorten: Saxa (sehr früh, mild), Cherry Belle (rund, knackig). Bunte Sorten: Eiszapfen (weiß, länglich), French Breakfast (rot-weiß) oder die schwarze Black Spanish für den Winter.

Geerntet werden Radieschen, sobald sie 2–3 cm Durchmesser haben. Größer geworden, werden sie pelzig und unangenehm scharf. Verarbeite sie roh in Salaten, aufs Butterbrot oder leicht eingelegt als Pickles. Auch die Blätter sind essbar – schmecken wie milder Senf.