Bärlauch ist eines der spannendsten Frühlingskräuter überhaupt – würzig wie Knoblauch, mit feiner Note. Wer einen halbschattigen Platz unter Bäumen hat, kann ihn dauerhaft im eigenen Garten kultivieren. Mai ist die Hauptsammelzeit.
Standort und Pflanzung
Bärlauch liebt feuchte, humose Waldböden im Halbschatten – perfekt unter Laubbäumen oder Sträuchern. Im Frühjahr und Sommer treibt er aus, im Sommer zieht er ein und ist nicht sichtbar.
Pflanzung erfolgt am besten mit Zwiebeln oder Pflänzchen aus dem Gartencenter. Selbst Aussaat aus Samen ist möglich, dauert aber 2–3 Jahre bis zur ersten Ernte. Lass den Pflanzen Zeit – nach 3–4 Jahren bildet sich ein dichter Bestand.
Sicheres Sammeln in der Natur
Wildbärlauch wird oft mit dem giftigen Maiglöckchen verwechselt. Drei sichere Unterscheidungsmerkmale: Bärlauch riecht intensiv nach Knoblauch beim Zerreiben (Maiglöckchen nicht), hat einzelne Stiele aus dem Boden (Maiglöckchen wachsen paarweise) und matte, weiche Blätter.
Sammle nur, was du sicher erkennst. Beim geringsten Zweifel die Pflanze stehen lassen. Pflücke einzelne Blätter, niemals die ganze Pflanze – so bleibt der Bestand erhalten.
Verarbeitung in der Küche
Frische Blätter halten sich nur 2–3 Tage. Verarbeite Bärlauch zu Pesto (mit Olivenöl, Pinienkernen, Parmesan und Zitrone), Bärlauch-Butter oder schneide ihn in Salate. Eingefroren in Würfeln hält das Aroma das ganze Jahr.
Kurz nach der Blüte (Mitte Mai) wird der Geschmack bitter – sammle nur die jungen Blätter vor der Blüte. Nach dem Einziehen im Juni ist die Saison vorbei – der Garten verwandelt sich wieder in normales Grün.