Rhabarber gehört zu den dankbarsten Stauden im Hausgarten: einmal gepflanzt, liefert er 15 bis 20 Jahre lang im Frühjahr säuerliche, aromatische Stangen. Im Mai erreicht die Erntezeit ihren Höhepunkt.
Pflanzung im Frühjahr oder Herbst
Rhabarber ist eine Dauerkultur. Wähle den Pflanzplatz mit Bedacht – die Staude bleibt 15+ Jahre an Ort und Stelle. Ideal sind sonnige bis halbschattige Lagen mit tiefgründigem, humosem Boden.
Bereite das Pflanzloch großzügig vor: 50 × 50 cm tief und breit, mit reichlich verrottetem Mist oder Kompost gemischt. Pflanze die Wurzelballen so, dass die Triebspitzen 3 cm unter der Erdoberfläche liegen. Plane mindestens 1 m² pro Pflanze ein.
Pflege und Düngung
Rhabarber ist ein Starkzehrer. Im Frühjahr deckst du das Beet mit einer dicken Schicht Kompost oder verrottetem Mist ab – das versorgt die Pflanze für die ganze Saison. Während der Wachstumsphase im April und Mai gieße bei Trockenheit großzügig.
Schneide aufkommende Blütenstände konsequent heraus. Die Pflanze steckt sonst zu viel Energie in die Samenbildung statt in die Blattstiele. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt schützt vor Verdunstung.
Ernte und Sortenwahl
Geerntet wird ab Ende April bis 24. Juni (Johannistag) – nach diesem Datum lässt du die Pflanze in Ruhe regenerieren. Brich die Stiele heraus, schneide nicht ab. Achtung: Die Blätter sind giftig (oxalsäurehaltig) und gehören in den Kompost.
Sorten für den Hausgarten: Holsteiner Blut (rot, sehr aromatisch), Goliath (groß, ergiebig) und The Sutton (rot, mild). Verarbeite Rhabarber zu Kompott, Marmelade oder Kuchen – die Saison ist kurz, aber intensiv.