Kräuter 22. April 2026 1 min Lesezeit

Basilikum anbauen: drinnen und draußen erfolgreich

Frisches Bio-Basilikum auf der Fensterbank

Basilikum ist das Sommerkraut schlechthin. Frisch gerupft riecht es nach Mittelmeer, im Pesto entfaltet es sein volles Aroma. Mit ein paar Tricks gelingt der Anbau drinnen und draußen.

Aussaat ab April auf der Fensterbank

Basilikum braucht Wärme und Licht. Säe ab April flach in Anzuchterde – die Samen sind Lichtkeimer und werden nicht abgedeckt. Bei 22 °C keimen sie nach 7–10 Tagen. Halte die Erde feucht, aber nicht nass.

Ab dem dritten Blattpaar pikiere die Pflänzchen in einzelne Töpfe oder kleine Gruppen. Drücke die Erde nur leicht an – Basilikum mag lockeren Boden.

Standort und Pflege

Ins Freie darf Basilikum erst nach den Eisheiligen Mitte Mai. Wähle einen sonnigen, warmen Platz – ideal vor einer Hauswand. Im Beet plane 25 cm Abstand ein, im Topf reichen 15 cm.

Gieße morgens am Boden, niemals über die Blätter. Basilikum reagiert empfindlich auf Pilzbefall durch nasse Blätter. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt hält die Erde feucht und warm.

Schneiden statt zupfen

Der häufigste Fehler: einzelne Blätter zupfen. Schneide stattdessen ganze Triebe oberhalb eines Blattpaars ab. Aus den Achseln treiben dann zwei neue Triebe – die Pflanze wird buschiger und produziert mehr Blätter.

Für Pesto eignen sich besonders Genoveser oder Edelmund. Außergewöhnliche Sorten wie Thai-Basilikum, Zitronen-Basilikum oder das tiefrote Dark Opal bringen Abwechslung in die Küche. Kaufe Saatgut bei Bio-Anbietern – die Aromen sind oft deutlich besser als bei Hybridsorten.