Ein Hochbeet ist eine der besten Investitionen für den Biogarten: rückenschonende Arbeit, höhere Erträge, längere Saison. Selber gebaut sparst du Geld und kannst die Maße perfekt an deinen Garten anpassen.
Material: Holz, Stein oder Metall?
Lärchen- oder Douglasienholz ist die klassische Wahl – witterungsfest und auch ohne chemischen Schutz langlebig. Plane 30 mm dicke Bretter, dann hält das Hochbeet 10–15 Jahre.
Stein oder Beton sind langlebiger, aber teurer und schwerer zu bauen. Metall (verzinktes Wellblech) ist modern und schnell aufgebaut, heizt sich aber im Sommer stark auf. Für Anfänger empfehle ich Holz.
Optimale Maße für die Praxis
Höhe: 80–90 cm für rückenschonendes Arbeiten. Breite: maximal 130 cm, damit du von beiden Seiten in die Mitte greifen kannst. Länge: beliebig, sinnvoll sind 200–300 cm.
Wichtig: Stelle das Hochbeet auf gewachsenen Boden, nicht auf eine versiegelte Fläche. Die Würmer aus dem Boden besiedeln das Hochbeet von unten und sorgen für gesundes Bodenleben.
Aufbau in fünf Schichten
1. Drahtgitter am Boden gegen Wühlmäuse. 2. Grobes Material (Äste, Zweige) als Drainage. 3. Grobschnittgut und Laub. 4. Halbreifer Kompost. 5. 30 cm gute Pflanzerde mit reifem Kompost gemischt.
Die Schichten sacken zusammen – im ersten Jahr musst du oft nachfüllen. Dafür heizt das Material sich beim Verrotten auf und verlängert deine Saison um 4–6 Wochen. Pflanze im ersten Jahr Starkzehrer (Tomaten, Kohl), im zweiten Mittelzehrer (Salat), dann Schwachzehrer.