Gemüse 23. April 2026 1 min Lesezeit

Tomaten ausgeizen: warum, wann und wie?

Tomatenpflanzen mit Geiztrieben

Tomaten ausgeizen ist die wichtigste Pflegemaßnahme für Stab- und Fleischtomaten. Werden die Geiztriebe nicht entfernt, bildet die Pflanze viel Blattmasse, aber wenig Früchte. Hier alles zur richtigen Technik.

Was sind Geiztriebe genau?

Geiztriebe wachsen in den Blattachseln zwischen Haupttrieb und Blatt. Sie sind eigene Triebe, die wieder verzweigen würden – aus einer Pflanze entsteht so ein wirres Dickicht.

Bei Stabtomaten wirst du diese Triebe entfernen, damit die Energie in die Hauptfrüchte fließt. Bei Buschtomaten und Wildtomaten dagegen lässt du sie stehen – die Pflanzen sind dafür ausgelegt, mehrtriebig zu wachsen.

Die richtige Technik

Geiztriebe entfernst du, sobald sie 5–10 cm lang sind. Brich sie mit den Fingern seitlich ab – das geht sauberer als Schneiden und verheilt schneller. Bei größeren Trieben (über 10 cm) verwende eine scharfe Schere.

Beste Tageszeit: morgens bei trockenem Wetter. Die Wunden trocknen schnell ab und Pilze haben weniger Chance einzudringen. Mache es regelmäßig (1× pro Woche), nicht in einem großen Schwung.

Welche Sorten brauchen kein Ausgeizen?

Buschtomaten (auch determinante Sorten genannt) wachsen kompakt und brauchen kein Ausgeizen. Beispiele: Roma, Balkonstar, Tumbling Tom. Sie eignen sich besonders für Anfänger und Balkongärtner.

Auch Wildtomaten wie Rote Murmel wachsen wild verzweigt und tragen trotzdem reichlich. Wenn du Zeit sparen willst, wähle Buschsorten – ein paar Wochen entspannter Tomatengarten ohne tägliche Pflege.