Blumen 1. April 2026 1 min Lesezeit

Kapuzinerkresse anbauen: essbare Blüten für Beet und Balkon

Orange Kapuzinerkresse-Blüten im Garten

Kapuzinerkresse ist eine der dankbarsten essbaren Blumen. Die feurig-orangen Blüten und runden Blätter sind nicht nur hübsch, sondern auch lecker – würzig-scharf wie Kresse, mit einer leichten Honignote.

Aussaat im April und Mai

Kapuzinerkresse keimt schnell und unkompliziert. Ab Mitte April säst du direkt ins Beet, etwa 2 cm tief und 30 cm Abstand. Bei 15 °C keimen die Samen nach einer Woche. Im Haus kannst du ab Anfang April vorziehen für einen früheren Start.

Es gibt rankende Sorten, die bis zu 3 m lang werden, und kompakte Buschsorten für den Balkon. Empress of India bleibt klein, Spitfire rankt prächtig.

Standort: lieber mager als fett

Hier eine Besonderheit: Kapuzinerkresse mag eher magere Böden. Auf zu nährstoffreichem Substrat bildet sie viel Blattmasse, aber wenig Blüten. Pflanze in normaler Gartenerde ohne zusätzliche Düngung – ein eher trockener Standort ist perfekt.

Sonne bis Halbschatten ist ideal. Im Beet eignet sie sich als Bodendecker zwischen Tomaten oder als Mischkultur mit Kohl – die Pflanze lockt Blattläuse weg von empfindlichen Gemüsesorten.

Verwendung in der Küche

Blätter und Blüten sind essbar – beide schmecken pikant-scharf wie Kresse. Schneide sie in Salate, lege sie auf Brote oder dekoriere damit kalte Buffets. Die Knospen lassen sich wie Kapern einlegen.

Aus den Samen kannst du im Herbst falsche Kapern machen: in Salzlake einlegen und nach 4 Wochen genießen. Mit Kapuzinerkresse holst du dir Farbe, Geschmack und Schädlingsschutz auf einmal in den Garten.