Ein gutes Bewässerungssystem macht den Biogarten unabhängig vom täglichen Gießen. Tropfbewässerung spart bis zu 70 % Wasser im Vergleich zum Schlauch und liefert die Feuchtigkeit dorthin, wo sie gebraucht wird – an die Wurzeln.
Warum Tropfbewässerung besser ist
Tropfschläuche geben langsam Wasser direkt am Boden ab. Die Pflanzen werden nicht benetzt – das beugt Pilzkrankheiten wie Krautfäule bei Tomaten vor. Das Wasser dringt tief ein und fördert tiefe Wurzeln.
Im Gegensatz zum Gartenschlauch verdunstet kaum Wasser. In trockenen Sommern ist das ein riesiger Vorteil – und schont die Wasserrechnung.
Komponenten eines Systems
Du brauchst: einen Anschluss am Wasserhahn (mit Druckminderer und Filter), eine Zuleitung (16-mm-PE-Rohr) und Tropfschläuche (am beliebtesten 4 mm). Tropfer mit 2 oder 4 Litern pro Stunde regulieren die Wassermenge.
Eine Bewässerungsuhr automatisiert das Ganze. Solarbetriebene Modelle benötigen keinen Stromanschluss und funktionieren autark. Plane das System nach Beeten – Gemüsebeete brauchen anderes Wasser als Stauden.
Aufbau und Wartung
Verlege die Hauptleitung am Beetrand und stecke Tropfer alle 30 cm direkt an die Pflanzen. Bei Reihenbeeten verlegst du Tropfschläuche längs in jeder Reihe. Bedecke die Schläuche mit Mulch – das schützt sie vor UV-Licht und Verstopfung.
Im Herbst entwässerst du das System komplett, bevor der Frost kommt. Spüle den Filter alle 4 Wochen und die Tropfer einmal pro Saison mit verdünntem Essigwasser, um Kalkablagerungen zu lösen. Mit dieser Pflege hält dein System 5–10 Jahre.