Tagetes, auch Studentenblumen genannt, sind im Biogarten unverzichtbar. Sie blühen pausenlos, vertreiben Nematoden im Boden und ziehen massenhaft Bienen an. Eine kleine Pflanze mit großer Wirkung.
Aussaat oder Jungpflanzen
Tagetes lassen sich einfach aus Samen ziehen. Im April säst du sie auf der Fensterbank vor: oberflächlich auf Anzuchterde, leicht andrücken, nicht abdecken (Lichtkeimer). Bei 18 °C keimen sie in 7–10 Tagen.
Ab Mitte Mai kommen die Pflanzen ins Freie. Es gibt unzählige Sorten in Gelb, Orange und Rot. Tagetes patula bleibt mit 30 cm kompakt, Tagetes erecta wird bis zu 80 cm hoch.
Mischkultur: Schutz für andere Pflanzen
Die Wurzeln der Tagetes scheiden Stoffe aus, die wurzelfressende Nematoden abtöten. Pflanze sie deshalb zwischen Tomaten, Kartoffeln, Erdbeeren oder Möhren – sie schützen diese empfindlichen Kulturen.
Auch oberirdisch wirken sie: ihr starker Geruch verwirrt Schädlinge. Weiße Fliege, Möhrenfliege und Kohlweißling meiden Beete mit Tagetes. Eine Win-win-Situation für jedes Gemüsebeet.
Pflege und kontinuierliche Blüte
Tagetes sind anspruchslos. Normaler Gartenboden mit etwas Kompost reicht. Pflanze in voller Sonne mit 25 cm Abstand. Gieße nur bei Trockenheit.
Der Trick für unermüdliches Blühen: Verblühtes regelmäßig auspflücken. Sobald sich Samen bilden, stellt die Pflanze die Blütenproduktion ein. Mit dem täglichen Putzen (kein Aufwand, nimm einfach jeden Morgen die welken Köpfe) blühen Tagetes von Juni bis zum ersten Frost im November.