Ringelblumen (Calendula) gehören in jeden Biogarten. Sie blühen unermüdlich von Juni bis zum Frost, ziehen Nützlinge an, vertreiben Nematoden im Boden und liefern dabei wertvolle Heilblüten. Eine Pflanze – viele Funktionen.
Aussaat: einfacher geht es nicht
Ringelblumen werden direkt ins Beet gesät. Ab Mitte April ist die Erde warm genug. Streue die Samen in flachen Rillen aus, decke sie etwa 1 cm mit Erde ab und drücke leicht an. Bei 15 °C keimen sie in 10–14 Tagen.
Vereinzele die Keimlinge auf 25 cm Abstand – die Pflanzen werden bis zu 60 cm hoch und entsprechend breit. Ringelblumen säen sich selbst aus, sodass du im nächsten Jahr meist keine neue Saat brauchst.
Pflanzenschutz und Bodenverbesserung
Die Wurzeln der Ringelblume scheiden Stoffe aus, die wurzelfressende Nematoden vertreiben. Pflanze sie deshalb in Mischkultur mit Tomaten, Möhren oder Erdbeeren – sie schützt diese empfindlichen Kulturen.
Die Blüten ziehen Schwebfliegen und Florfliegen an, deren Larven Blattläuse fressen. So hast du ohne Spritzmittel weniger Schädlinge im Beet.
Ernte und Verwendung
Pflücke die Blütenköpfe, wenn sie ganz geöffnet sind, am besten mittags bei trockenem Wetter. Trockne sie auf einem Sieb an einem schattigen, luftigen Ort. Nach einer Woche sind sie komplett trocken und halten sich ein Jahr in Schraubgläsern.
Aus den Blüten machst du Calendulasalbe (mit Olivenöl und Bienenwachs), Tee bei Magenbeschwerden oder gibst sie frisch in den Salat. Die Blütenblätter sind essbar und ein dekorativer Farbtupfer auf jedem Gericht.