Phacelia ist mehr als eine Blume: sie ist eine der wertvollsten Gründüngungspflanzen überhaupt. Mit ihren violett-blauen Blüten ist sie zudem ein Bienenmagnet ersten Ranges – und das Beste: sie verrottet nach kurzer Zeit komplett.
Was bringt Phacelia dem Boden?
Die tief reichenden Wurzeln lockern verdichtete Böden. Nach dem Absterben hinterlassen sie Hohlräume, die Wasser und Luft besser eindringen lassen. Gleichzeitig schließen die Pflanzen Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten auf, die anderen Pflanzen sonst nicht zugänglich wären.
Ein weiterer Vorteil: Phacelia gehört nicht zur Familie der Kohlgewächse, Gräser oder Hülsenfrüchte. Sie passt deshalb in jede Fruchtfolge ohne Krankheits- oder Schädlingsdruck.
Aussaat: einfach breitwerfen
Phacelia kannst du von April bis September aussäen. Streue 2 g Samen pro Quadratmeter aus, harke flach ein und gieße. Bei 12 °C keimen die Samen nach 10 Tagen. Nach 6–8 Wochen blüht sie für 3–4 Wochen üppig.
Du kannst sie als Hauptkultur nutzen oder als Zwischensaat zwischen abgeernteten Beeten. Auch als Untersaat zwischen weit gepflanzten Kulturen wie Mais funktioniert sie hervorragend.
Bienenmagnet und Kompostmaterial
Während der Blütezeit steht Phacelia in Bienen-Bestäuberlisten regelmäßig auf Platz 1. Eine bunte Bienenwolke summt über den violetten Blüten. Imker säen sie gezielt aus für ihren Honig.
Vor der Samenreife mähst oder hackst du die Pflanzen ab und lässt sie auf dem Beet liegen oder kompostierst sie. Die Pflanzen verrotten schnell und hinterlassen einen lockeren, fruchtbaren Boden – die perfekte Vorbereitung für die nächste Kultur.