Lavendel ist mehr als ein Duftspender – er ist Bienenmagnet, Hingucker und Heilpflanze in einem. Mit dem richtigen Standort und Schnitt blüht er jahrelang üppig, ohne wirklich Pflege zu brauchen.
Standort: trocken, sonnig, durchlässig
Lavendel kommt aus dem Mittelmeerraum und liebt Sonne pur. Wähle den hellsten, trockensten Platz im Garten – idealerweise an einer Süd- oder Westwand. Schwere, lehmige Böden mischst du mit Sand und Kies, damit kein Wasser steht.
Die häufigste Todesursache bei Lavendel ist Wurzelfäule durch Staunässe. Eine kleine Mulchschicht aus weißem Kies oder Splitt reflektiert Wärme und hält Boden trocken – wie an seinem Naturstandort.
Sortenwahl: Echter Lavendel oder Speik
Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) ist winterhart bis -20 °C und der Klassiker für deutsche Gärten. Sorten wie Hidcote Blue oder Munstead sind besonders robust und kompakt.
Speik-Lavendel (Lavandula latifolia) und Schopf-Lavendel sind weniger winterhart und brauchen einen geschützten Platz oder einen Topf, der im Winter ins Haus kommt.
Schnitt im Frühjahr und nach der Blüte
Der wichtigste Schnitt erfolgt im Frühjahr (März/April): kürze um zwei Drittel zurück, aber niemals bis ins alte Holz – aus dem treibt Lavendel nicht mehr aus. Der zweite Schnitt direkt nach der Blüte im August fördert eine zweite, kleinere Blütenwelle.
Mit dem regelmäßigen Schnitt bleibt der Lavendel kompakt und blüht jahrzehntelang. Vergisst du den Schnitt mehrere Jahre, verkahlt der Strauch von innen – dann hilft nur Neupflanzung.