Eine Regentonne ist im Biogarten Pflicht. Regenwasser ist weicher als Leitungswasser, kostet nichts und ist besser für die Pflanzen – besonders für Heidelbeeren, Rhododendren und andere Säureliebhaber.
Tonne und Sammelvolumen planen
Pro 10 m² Dachfläche fallen bei einem Regen von 10 mm 100 Liter Wasser. Ein normales Hausdach füllt eine 200-Liter-Tonne in einem einzigen Regenschauer.
Für einen 100-m²-Garten plane mindestens 1.000 Liter Speicher ein. Bei größeren Mengen lohnt sich eine unterirdische Zisterne (3.000–6.000 Liter), die im Winter nicht einfriert.
Anschluss und Überlauf
Ein Regensammler aus dem Fallrohr lenkt Wasser in die Tonne und schaltet bei voller Tonne automatisch aufs Fallrohr um. Wichtig: ein Mückennetz auf der Öffnung verhindert das Brüten von Mücken.
Plane einen Überlauf, der bei voller Tonne in einen Sickerschacht oder ins Beet leitet. So vermeidest du, dass Wasser an die Hauswand fließt.
Pumpe für den Komfort
Eine kleine Tauchpumpe (45–70 Watt) liefert genug Druck für Schlauch und Bewässerungssystem. Solar-Pumpen funktionieren ohne Stromanschluss – perfekt für Schrebergärten.
Im Winter musst du die Tonne entleeren oder mit einem Eisdruckpolster (Styroporwürfel oder leere PET-Flaschen) versehen, damit der Frost nicht den Behälter sprengt. Eine Regentonne mit Pumpe spart in einem mittleren Garten 30–50 m³ Trinkwasser pro Jahr – das schont Geldbeutel und Umwelt.