Thymian und Oregano gehören in jeden Kräutergarten: pflegeleicht, winterhart und unverzichtbar in der Küche. Beide kommen aus dem Mittelmeerraum und stellen ähnliche Ansprüche an Standort und Pflege.
Standort und Boden
Beide Kräuter lieben volle Sonne und durchlässigen, eher mageren Boden. Reichlicher Stickstoff bekommt ihnen schlecht – sie verlieren Aroma und werden frostempfindlich. Eine Mischung aus Gartenerde, Sand und etwas Kalk simuliert die mediterrane Heimat.
Im Beet pflanzst du in Gruppen mit 30 cm Abstand. Im Topf reichen 20 cm Durchmesser. Drainage am Topfboden ist wichtig – Staunässe vertragen beide nicht.
Sortenwahl: vielseitiger als gedacht
Thymian gibt es in vielen Variationen: klassischer Echte Thymian für die Küche, kriechender Sand-Thymian (Thymus serpyllum) als Bodendecker, Zitronen-Thymian für Süßspeisen und Tee. Auch Sorten wie Orangen-Thymian oder Kümmel-Thymian sind interessant.
Oregano kommt als Echte Oregano (Origanum vulgare) und als Griechischer Oregano (Origanum vulgare hirtum) – letzterer ist deutlich aromatischer und der Klassiker auf Pizza.
Pflege und Ernte
Beide Kräuter brauchen kaum Pflege. Schneide sie zweimal pro Saison zurück: einmal vor der Blüte (zur Ernte für die Küche) und einmal danach für einen kompakten Wuchs. Junge Triebe sind aromatischer als verholzte.
Erntet wird das ganze Jahr über. Frisch verwendet sind beide unschlagbar, getrocknet entwickeln sie ihr volles Aroma. Hänge ganze Stiele an einem dunklen, luftigen Ort auf – nach zwei Wochen sind sie komplett trocken und halten sich monatelang.