Borretsch ist eine fast vergessene Pflanze – zu Unrecht. Die strahlend blauen Sternenblüten sind essbar, ziehen Bienen an und schmecken nach Gurke. Eine echte Bereicherung für jeden Biogarten.
Direktaussaat ab März
Borretsch wird direkt ins Beet gesät. Ab März säst du 2 cm tief mit 30 cm Abstand. Die Keimung erfolgt nach 7–10 Tagen. Borretsch ist einjährig, sät sich aber kräftig selbst aus – einmal gesetzt, hast du ihn jahrelang im Garten.
Die Pflanze wird 60–80 cm hoch und wuchert ordentlich. Plane ihr genug Platz ein oder pflanze sie an die Beetränder.
Standort und Pflege
Borretsch wächst auf fast jedem Boden, bevorzugt aber humose, leicht feuchte Erde in der Sonne. In der Mischkultur passt er gut zu Tomaten, Erdbeeren und Kürbis – seine Blüten ziehen die Bestäuber für die Nachbarn an.
Pflege ist kaum nötig. Bei Trockenheit gießen, ansonsten kümmert sich die Pflanze selbst um sich. Nach der Blüte bilden sich Samen, die du sammeln oder selbst ausfallen lassen kannst.
Verwendung in der Küche und für Bienen
Die blauen Sternblüten sind essbar und schmecken mild nach Gurke. Streue sie über Salate, friere sie in Eiswürfel ein für sommerliche Drinks oder kandiere sie als Dekoration für Kuchen.
Junge Blätter kannst du in kleinen Mengen verwenden – sie schmecken intensiv nach Gurke und passen in Frankfurter Grüne Soße. Bienen lieben Borretsch über alles. Eine Pflanze in Vollblüte summt vor lauter Insekten – ein wunderbares Schauspiel und ein wertvoller Beitrag zur Artenvielfalt.