Krautfäule (Phytophthora infestans) ist die häufigste Tomatenkrankheit – und sie kann eine Pflanze in Tagen vernichten. Mit den richtigen Bio-Strategien beugst du wirksam vor, ganz ohne Chemie.
Standort und Schutz vor Regen
Krautfäule überträgt sich durch Sporen, die mit Wasser auf die Blätter gelangen. Der wichtigste Schutz ist deshalb ein Tomatenhaus oder ein einfacher Regenschutz aus Folie über den Pflanzen.
Ohne nasse Blätter keine Krautfäule. Wer keinen Platz für ein Tomatenhaus hat, kann mit einer Plane ein einfaches Schrägdach über den Tomaten spannen – das hält Regen ab und kostet wenig.
Mulchen und Bodenkontakt vermeiden
Sporen leben im Boden. Beim Gießen oder Regen spritzen sie auf die unteren Blätter. Mulche deshalb 5–10 cm dick mit Stroh, Grasschnitt oder Holzhäcksel – das verhindert Spritzwasser zuverlässig.
Entferne außerdem die unteren Blätter bis zur ersten Fruchtansatz. Die Pflanze produziert sowieso ständig neue Blätter weiter oben. So vergrößert sich der Abstand zum Boden und die Risikominimierung.
Stärkung der Abwehr
Spritze ab Juni alle 14 Tage mit Schachtelhalmbrühe. Die enthaltene Kieselsäure stärkt die Zellwände der Blätter und macht sie weniger anfällig. Auch Komposttee als Blattspritzung wirkt vorbeugend.
Resistente Sorten wie Phantasia, Phlamingo oder Resi sind speziell auf Krautfäule-Toleranz gezüchtet und gelingen oft auch ohne Tomatenhaus.
Bei Befall schnell handeln
Erste Symptome: dunkle Flecken auf Blättern und Stielen, weißer Pilzrasen auf der Unterseite. Entferne befallene Blätter sofort und entsorge sie im Restmüll, nicht im Kompost. Bei starkem Befall hilft auch eine Abdeckung mit Vlies, die zusätzlich vor Regen schützt.