Gesundheit 14. April 2026 2 min Lesezeit

Stevia anbauen: die natürliche Zuckeralternative selber ziehen

Frische Stevia-Pflanze

Stevia ist die natürliche Zuckeralternative aus den südamerikanischen Anden. Die Blätter sind 30-mal süßer als Zucker, haben aber keine Kalorien und beeinflussen den Blutzucker nicht. Im eigenen Garten lässt sich die Pflanze problemlos anbauen.

Pflanzung und Standort

Stevia ist nicht winterhart und wird in Deutschland einjährig gezogen oder im Topf überwintert. Pflanze die jungen Stevia-Pflanzen ab Mitte Mai ins Freie, an einen sonnigen, warmen Platz mit lockerem Boden.

Im Beet plane 30 cm Abstand ein. Im Topf reichen 20 cm Durchmesser. Die Pflanze wird etwa 60 cm hoch und buschig.

Pflege während der Saison

Stevia ist anspruchslos. Reiche dir mit normaler Gemüseerde und etwas Kompost. Gieße regelmäßig, vermeide aber Staunässe. Mulchen mit Grasschnitt oder Stroh hält die Erde feucht und schützt vor Hitze.

Schneide die Triebspitzen regelmäßig zurück – das hält die Pflanze buschig und liefert mehr Blattmaterial. Die abgeschnittenen Triebe verwendest du frisch oder getrocknet.

Ernte und Trocknung

Geerntet werden die Blätter laufend bis zum ersten Frost. Pflücke einzelne Blätter oder schneide ganze Triebe ab. Die süßeste Wirkung haben die Blätter kurz vor der Blüte.

Hänge ganze Triebe an einen luftigen, schattigen Ort zum Trocknen. Nach 7–10 Tagen sind die Blätter komplett trocken und brüchig. Zerreibe sie zu Pulver und bewahre sie in Schraubgläsern auf – so halten sie ein Jahr.

Verwendung in der Küche

Frische Blätter kannst du in Tees ziehen oder Smoothies untermischen. Getrocknetes Stevia-Pulver ersetzt Zucker beim Backen 1:30 (also 1 g Stevia für 30 g Zucker).

Beachte: Stevia hat einen leicht lakritzartigen Nachgeschmack, der nicht jedem schmeckt. Eine Mischung aus Stevia und Erythrit gleicht das aus und schmeckt fast wie normaler Zucker – ohne dessen Nebenwirkungen.