Selbstgemachte Kräutertees aus dem eigenen Garten sind ein Genuss – aromatisch, gesund und vollkommen zuckerfrei. Mit den richtigen Sorten brauchst du keinen Zucker, weil die Kräuter selbst süß und harmonisch schmecken.
Welche Kräuter eignen sich für Tee?
Klassiker sind Pfefferminze, Zitronenmelisse, Verbene und Salbei. Auch Süßholz, Lakritzminze und Süßdolde haben eine natürliche Süße. Brombeerblätter und Himbeerblätter schmecken mild-aromatisch.
Für Wirkungstees: Kamille (beruhigend), Thymian (bei Erkältung), Schafgarbe (verdauungsfördernd) und Frauenmantel. Probiere verschiedene Mischungen aus.
Ernte und Trocknung
Erntet werden die Kräuter kurz vor der Blüte – dann ist der Aromagehalt am höchsten. Schneide ganze Triebe ab und binde sie zu kleinen Bündeln. Hänge sie an einen luftigen, dunklen Ort (nicht in der Sonne, das zerstört die ätherischen Öle).
Nach 7–14 Tagen sind die Kräuter trocken. Zerbrösle die Blätter (Stiele kannst du ebenfalls verwenden) und fülle in dunkle Schraubgläser. So halten sie ihr Aroma 1–2 Jahre.
Bewährte Tee-Mischungen
Wohlfühltee: 2 Teile Pfefferminze, 1 Teil Zitronenmelisse, 1 Teil Kamille. Beruhigend, gut für den Abend.
Sommerfrische: 2 Teile Verbene, 1 Teil Pfefferminze, 1 Teil Zitronenmelisse, etwas Lavendelblüte. Erfrischend, perfekt heiß oder kalt.
Erkältungstee: 2 Teile Thymian, 1 Teil Salbei, 1 Teil Holunderblüten. Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung.
Süße ohne Zucker
Wer trotzdem Süße braucht: gib ein Stevia-Blatt direkt in den Tee. Auch ein Stück Süßholzwurzel verleiht angenehme Süße ohne Zucker. Die Mischung mit etwas Zitronenmelisse oder Verbene ist meist süß genug, ohne dass weitere Süßung nötig ist.