Gemüse 28. März 2026 2 min Lesezeit

Tomatenpflanzen vorziehen: ab wann und wie?

Tomatenpflänzchen auf der Fensterbank

Die Voranzucht ist der Schlüssel zu einer langen Tomatensaison. Wer selbst zieht, hat Zugang zu hunderten samenfesten Sorten – statt der drei Standard-Sorten aus dem Baumarkt. Hier die komplette Anleitung.

Wann mit der Voranzucht starten?

Mitte Februar bis Anfang März ist die richtige Zeit. Früher gestartete Pflanzen werden vergeilen, weil die Tageslichtdauer noch zu kurz ist. Späte Aussaat (April) ist auch okay, dann tragen die Pflanzen entsprechend später.

Markiere dir 10 Wochen vor den Eisheiligen (15. Mai) im Kalender – das ist dein Aussaattermin. Pflanzen brauchen diese Zeit, um auspflanzfertig zu werden.

Aussaat in Anzuchtschalen

Verwende keimfreie Anzuchterde – Standard-Blumenerde enthält oft Pilzsporen, die junge Pflanzen umfallen lassen (Umfallkrankheit). Stecke die Samen 0,5–1 cm tief, halte die Erde gleichmäßig feucht und bedecke mit einer Klarsichthaube.

Bei 22–25 °C keimen die Samen nach 7–10 Tagen. Sobald die Keimlinge erscheinen, nimm die Haube ab und stelle alles an den hellsten Platz. Wenig Licht ist die häufigste Ursache für lange, schwache Pflanzen.

Pikieren und Topfen

Sobald die Keimlinge zwei echte Laubblätter (kein Keimblatt) haben, pikiere sie in 7-cm-Töpfe. Greife sie nur an den Keimblättern – der Stängel bricht leicht. Pflanze tiefer als zuvor, der Stängel bildet zusätzliche Wurzeln.

Nach 4–6 Wochen kommen die Pflanzen in 9-cm-Töpfe. Eine Düngung mit verdünnter Brennnesseljauche alle zwei Wochen versorgt sie optimal.

Abhärten vor dem Auspflanzen

10 Tage vor dem Auspflanzen härtest du die Pflanzen ab: stell sie tagsüber an einen geschützten Platz im Freien, abends wieder rein. So gewöhnen sie sich an Wind und UV-Licht. Direkt aus dem Haus ins Beet gepflanzte Tomaten bekommen oft Sonnenbrand.