Frisch gezogene Möhren sind ein Genuss – süß, knackig und voller Aroma. Sie sind anspruchslos, brauchen aber lockeren, steinfreien Boden, damit die Wurzeln gerade wachsen können.
Direktaussaat im April und Mai
Möhren werden direkt ins Beet gesät, eine Voranzucht ist nicht möglich. Lockere den Boden mindestens 30 cm tief und entferne grobe Steine. Säe in flache Rillen, etwa 1 cm tief und 25 cm Reihenabstand. Misch Möhrensamen mit etwas Sand – das vermeidet zu dichte Aussaat.
Die Keimung dauert mit zwei bis drei Wochen recht lange. In dieser Zeit muss der Boden gleichmäßig feucht bleiben. Eine dünne Schicht Vlies hält die Feuchtigkeit und schützt vor Vögeln.
Pflege und Schutz vor Möhrenfliege
Sobald die Keimlinge 5 cm hoch sind, vereinzelst du sie auf 5 cm Abstand. Die ausgedünnten Pflanzen kannst du essen oder kompostieren. Regelmäßiges Hacken verhindert Verkrustung und Unkraut.
Die Möhrenfliege ist der häufigste Schädling. Eine Mischkultur mit Zwiebeln oder Lauch verwirrt den Schädling durch den Geruch. Ein Insektennetz über dem Beet ist die sicherste Methode.
Bewährte Sorten für Hausgärten
Für Anfänger eignen sich Nantaise-Sorten – mittellang, süß und unkompliziert. Pariser Markt ist ideal für schwere Böden, weil sie kurz und rund wachsen. Bunte Sorten wie Cosmic Purple oder White Satin bringen Abwechslung in den Salat.
Erntet wird ab Juli (Frühsorten) bis in den November. Späte Sorten lassen sich im Beet überwintern, wenn du mit Laub abdeckst – frischer geht es nicht.