Gemüse 22. März 2026 1 min Lesezeit

Paprika selber ziehen: Sorten, Standort und Pflege

Rote Bio-Paprika am Strauch im Garten

Selbst gezogene Paprika sind ein Highlight im Biogarten – fruchtig-süß, knackig und voller Vitamin C. Sie brauchen mehr Wärme als Tomaten und gelingen am besten im Gewächshaus oder an der Südwand.

Voranzucht ab Anfang Februar

Paprika sind langsame Keimer. Starte die Voranzucht früher als bei Tomaten – idealerweise Ende Januar bis Anfang Februar. Bei konstant 25–28 °C zeigen sich nach 10–14 Tagen die ersten Keimlinge. Eine beheizbare Anzuchtstation oder ein Platz über der Heizung beschleunigt die Keimung deutlich.

Pikiere die Jungpflanzen bei zwei Laubblättern in einzelne Töpfe. Stelle sie an den hellsten Platz – wenig Licht macht die Pflanzen lang und schwach.

Standort und Auspflanzen

Paprika brauchen viel Sonne und Wärme. Ins Freiland kommen sie frühestens Ende Mai. Im Gewächshaus oder Folientunnel beginnt die Saison zwei bis drei Wochen früher. Plane 50 cm Abstand zwischen den Pflanzen ein und gib jeder eine Stütze – die Triebe brechen unter der Fruchtlast leicht ab.

Reichlich Kompost im Pflanzloch und Mulchen mit Grasschnitt halten den Boden warm und feucht. Paprika reagieren empfindlich auf Trockenheit, also gleichmäßig wässern.

Bewährte Bio-Sorten für Einsteiger

Für Anfänger eignen sich robuste Sorten wie Pantos (große rote Früchte), Yolo Wonder (klassischer Blockpaprika) oder die süße Trompetilla. Wer es scharf mag, probiert Hungarian Hot Wax oder klassische Chili-Sorten.

Geerntet wird ab August: grün gepflückt sind Paprika knackig, ausgereift werden sie rot, gelb oder orange und süßer. Mit Geduld und einem warmen Platz gelingen Bio-Paprika auch im Hausgarten.