Gemüse 4. März 2026 2 min Lesezeit

Tomaten düngen: was, wie viel und wann?

Reife Tomaten am Strauch

Tomaten gehören zu den hungrigsten Gemüsesorten. Ohne ausreichende Düngung bleiben Pflanzen klein und liefern wenig Früchte. Im Bio-Garten gibt es viele effektive Methoden, ganz ohne Mineraldünger.

Pflanzdüngung: der gute Start

Bereite das Pflanzloch mit einer großzügigen Portion reifem Kompost vor – etwa 2–3 Liter pro Pflanze. Mische außerdem eine Handvoll Hornspäne unter, die langsam Stickstoff freisetzen.

Eine Banane (auch nur die Schale) im Pflanzloch liefert zusätzlich Kalium – wichtig für die Fruchtbildung. Und ein paar Eierschalen geben Calcium gegen Blütenenden­fäule.

Während der Wachstumsphase

Sobald die ersten Blütenansätze erscheinen (meist Mitte Juni), beginnt die intensive Düngephase. Brennnesseljauche im Verhältnis 1:10 verdünnt alle 10–14 Tage gießen – das ist der beste Bio-Stickstoffdünger.

Komposttee ergänzt mit Mikroorganismen und Spurenelementen. Bei Topfpflanzen kommen zusätzlich organische Tomatendünger zum Einsatz, die alle 14 Tage gegossen werden.

Anzeichen für Über- und Unterdüngung

Zu viel Stickstoff: viel Blattmasse, wenige Blüten. Helle, gelbe Blätter: Stickstoffmangel. Schwarze Flecken am Blütenende der Früchte: Calciummangel (oft durch ungleichmäßiges Gießen verursacht).

Aufrollende Blätter sind oft kein Düngeproblem, sondern ein Hitze-Schutz – kein Anlass zur Sorge.

Kalium für die Fruchtbildung

Während der Fruchtbildung brauchen Tomaten viel Kalium. Beinwelljauche ist hier die erste Wahl – sie enthält bis zu 7 % Kalium. Dafür schneide Beinwellblätter, fülle wie bei Brennnesseljauche und lass 14 Tage gären.

Verdünnt 1:10 gegossen sorgt sie für süße, aromatische Früchte. Mit dieser zweistufigen Strategie (Stickstoff am Anfang, Kalium am Ende) erntets du Bio-Tomaten in Spitzenqualität.